Trainingslager: So machst Du es richtig!

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Trainingslager Triathleten vor Pool
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Trainingslager: So machst Du es richtig!

Bevor der Frühling in Deutschland so richtig anfängt, fliegen viele Athleten vorab ins Trainingslager um die so wichtigen Grundlagenkilometer in wärmeren Gefilden zu sammeln. Die Kanaren, Mallorca oder sogar weiter entfernte Ziele wie Stellenbosch laden zu längeren Radtouren ein. Kann man während der Trainingslager wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Saison legen, lauern gleichzeitig einige Grundsätze, die es zu beachten gilt damit das Camp zum Erfolg wird!

Immunsystem: Bloß nicht krank werden!

Sport ist ein hervorragender Ausgleich zum stressigen Alltag, bedeutet aber auch Stress für den Körper. Mehr Sport, größere Umfänge und Intensitäten wirken sich dementsprechend auf das Immunsystem aus. Der Flug, Temperaturwechsel und ggf. Eine andere Zeitzone belasten den Körper und das Immunsystem zusätzlich. Um Erkältungen zu vermeiden muss dass Immunsystem unbedingt gestärkt und die äußeren negativen Einflüsse minimiert werden. Dazu sind einige Maßnahmen vor und während der Reise zu empfehlen:

  • Erhöhte Einnahme von Zink in den Tagen vor dem Flu
  • Verringerte Trainingsbelastung in den Tagen vor dem Trainingscamp
  • Warme Bekleidung im Flugzeug (ggf. Ein zusätzliches Halstuch)
  • Unbedingt Trinken und Essen in das Flugzeug mitnehmen

Ist das Trainingslager erst einmal in vollem Gange, sollte der Körper unbedingt genügend entlastet und geschützt werden. Vor allem kühlere Temperaturen morgens und abends sollten beachtet werden und lange Aufenthalte in verschwitzten Trikots oder nassen Badehosen vermieden werden. Daher gibt es ein paar Tipps:

  • Nach dem Schwimmen unbedingt schnell warm anziehen und Mütze aufsetzen
  • Nach dem Radfahren und Laufen nicht verschwitzt auskühlen (Vorsicht, Wind!)
  • Erhöhte Einnahme von Zink und Selen (ggf. Ingwerextrakt von UltraSport oder frischen Ingwer)
  • Genügend essen und trinken! Trainingslager sind der falsche Zeitpunkt um abnehmen zu wollen

Auch nach dem Trainingslager empfiehlt es sich, die Trainingsintensität zunächst einmal gering zu halten. So kann zum Einen das geleistete Training richtig verarbeitet (Superkompensation) und das Immunsystem geschützt werden. Für den Flug gelten die gleichen Maßnahmen wie oben, zusätzlich gilt:

  • Achtung, Temperatursturz: Warm anziehen
  • Eine ruhige Trainingswoche einlegen
  • Erhöhte Zufuhr von Zink
  • Viel Schlaf

Das Equipment: Auf Bewährtes setzen!

Ein weiterer Bestandteil des Camps ist das Equipment. Fahrrad, Laufschuhe, Trikots und und und. Die Liste der Utensilien ist bekanntlich lang. Wichtig ist hierbei, auf Bewährtes zu setzen. Am Besten nimmt man das eigene Rad mit. Wie man das Bike verpackt haben wir euch im Video erklärt. Greift man auf ein Leihrad zurück, empfiehlt es sich zumindest, die Sitzhöhe und den Versatz auszumessen und zu übernehmen um die Gelenke zu schonen. Empfindliche Athleten können außerdem den eigenen Sattel mitnehmen. Scheuerstellen durch einen ungewohnten/falschen Sattel nach der ersten Ausfahrt? Das könnten zwei lange Wochen werden..!

Auch in Sachen Schuhe und Radhosen empfiehlt es sich auf bekanntes Equipment zu setzen um Problemen vorzubeugen. Außerdem sollten unbedingt Gels/Riegel mitgenommen oder vor Ort gekauft werden um eine ausreichende Verpflegung während der Einheiten zu gewährleisten. Auch Proteine sollten mitgeführt werden, um die Einheiten entsprechend nachzubereiten. Tipp hierfür: Proteinpulver in einen Gefrierbeutel mit Zipper, die Tüte in einem Shaker verstauen, zusätzlich in eine Tüte einwickeln und ab in den (Rad)koffer. So habt ihr Pulver und Shaker dabei und spart euch die große, meist unhandliche Box.

Für die Genießer: Der eigene Kaffee! (Bonusmaterial)

Spanischer Kaffee – speziell in Hotels – ist ja so eine Sache. Schmeckt nicht jedem..! Auch der im Supermarkt käufliche Kaffee schmeckt häufig „anders“ als zu Hause. Für Feinschmecker sollte die eigene Kaffeemaschine und der Kaffee von zu Hause im Gepäck landen. Besonders platz- und gewichtssparend ist die AeroPress, für die lediglich Kaffeepulver und heißes Wasser benötigt wird. Da die meisten Hotels einen Wasserkocher besitzen (nicht aber zwingend Herdplatten) ist diese Art der Zubereitung mittlerweile die beste Option für die meisten reisenden Coffee-Freaks. Frischer und leckerer Kaffee hat schon vielen müden Trainingsweltmeistern neues Leben eingehaucht..!

Beherzigt ihr die meisten dieser Tipps, sollte einem erfolgreichen Camp nichts im Wege stehen. Ganz wichtig außerdem vor Ort – egal wie gut das Wetter, wie hoch die Motivation oder frisch die Beine sind. Mit Augenmaß trainiert es sich am Besten. „Die Kirche im Dorf lassen“, „Die Kerze nicht von beiden Seiten anzünden“, „Fünfe gerade sein assen“. Egal wie man es nennen möchte: Im März werden keine Rennen gewonnen, daher gilt: Hört auf euren Körper und lasst euch ein paar Prozent im Tank! Viel Spaß beim Training und kommt heil und gesund wieder!

16. März 2019
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