Weicher geht’s nicht: Der New Balance FuelCell Rebel im Test

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Weicher geht’s nicht: Der New Balance FuelCell Rebel im Test

Es ist Immer aufregend, wenn einer deiner favorisierten Schuhe vielversprechende Updates erhält. So geschehen beim New Balance FuelCell Rebel v2, der im Frühjahr diesen Jahres auf den Markt gekommen ist. Er ersetzt die allererste Variante des FuelCell Rebel, mit dem ich 2019 viele meiner Intervalleinheiten und sogar zwei 10-Kilometer-Rennen absolviert habe. Ich habe unter die Lupe genommen, welche Veränderungen New Balance vorgenommen hat, wie sich der neue Rebel läuft und wie ich ihn in Zukunft einsetze.

Zwei Generationen Schuh im Vergleich: der New Balance FuelCell Rebel.

Ein echtes Leichtgewicht

Ein Wort, das einem direkt in den Kopf kommen muss, wenn man den Rebel das erste Mal in den Händen hält oder an den Füßen hat, ist „leicht“. Vielmehr: Ultraleicht! New Balance gibt das Gewicht mit 204 Gramm (Herren Mustergröße) an. Das ist aller unterste Range und ziemlich unangefochten gut! Die Sprengung des Schuhs beträgt 6mm und liegt im normalen Rahmen von Lightweight Trainern.

Den größten Trumpf spielt der Schuh mit seiner Mittelsohle aus. Die FuelCell Technologie wird in den meisten schnellen Schuhen von New Balance verbaut und ist unvergleichbar weich und reaktiv. In der Zusammensetzung ist dieser Schaum wie beim FuelCell Elite, dem Racer mit Carbonplatte von New Balance. Läuft man mit dem Rebel, spürt man förmlich die Energie, die der Schuh bei jedem Schritt zurückgibt. Dazu sorgt die weiche Sohle für deutlich geringere Ermüdung speziell der Wadenmuskulatur während und nach der Einheit.

Über den Schuh erstreckt sich ein sehr dünnes und atmungsaktives Mesh. Das Material ist derart dünn, dass man sogar die Zehenspitzen der Socken sieht. Entsprechend atmungsaktiv zeigt sich der Schuh bei heißen Temperaturen.

Zwei kleine Minuspunkte muss ich bei der Zunge und der Fersenkappe verteilen. Die Fersenkappe ist mir persönlich etwas zu weich und instabil. Da hat New Balance bspw. beim 1080 oder 880 schon (meines Erachtens) bessere Lösungen gefunden, die natürlich etwas auf das Gewicht einzahlen. Die Zunge ist nicht an den Seiten des Schuhs vernäht, sitzt nach dem Anziehen dennoch gut und komfortabel. Beim Anziehen muss man allerdings sorgfältig sein damit sich keine Falten bilden.

Der Rebel in der zweiten Generation wurde von Athlet Alex auf Herz und Nieren geprüft.

Großer Schritt nach vorne!

Im Vergleich zum „alten“ Rebel hat die zweite Version ein paar großartige Updates implementiert. Zum einen ist die laterale Ausbuchtung im Mittelfuß verschwunden, die optisch sehr gewöhnungsbedürftig daherkam und für Stabilität sorgen sollte. Auch ohne diese Verbreiterung büßt der Rebel v2 nicht an Stabilität ein, hat aber natürlich weniger Material und Gewicht zu verzeichnen. Den zweiten riesigen Fortschritt gibt es bei der Außensohle zu vermerken. Im Vergleich zum Vorgänger hat diese deutlich mehr Grip. So gut der alte Rebel auch war, bei nassen Bedingungen empfand ich diesen als fast nicht laufbar - zumindest nicht in hohen Geschwindigkeiten und in Kurven. Bei einem 10-Kilometer-Rennen im Regen durch die gepflasterte Innenstadt, habe ich mich streckenweise eher wie auf Eis gefühlt. Der New Balance FuelCell Rebel v2 vereint unterschiedliche Elemente in der Außensohle und ist deutlich besser zu kontrollieren.

Die laterale Ausbuchtung im Mittelfuß ist im neuen New Balance FuelCell Rebel entfernt worden.

Vielseitig Champions League

Der New Balance FuelCell Rebel v2 ist derart flexibel, weich und reaktiv, dass ich ihn instinktiv direkt in die Kategorie Lightweight Trainer oder sogar als Racer eingestuft habe. Hauptsache schnell, egal ob bei Intervallen, Tempoläufen oder Rennen.

Nach einigen lockeren Läufen musste ich mich revidieren und den Schuh auch für ruhiges Tempo empfehlen. Der Grund? Der unglaubliche Komfort durch die weiche FuelCell Zwischensohle gepaart mit leichtem Gewicht und hoher Dynamik. Verfalle ich bei ruhigen Läufen mit stark gedämpften, etwas schwereren Schuhen oftmals in eine Schwerfälligkeit, lassen sich mit dem Rebel v2 auch lockere Kilometer leichtfüßig und bei hoher Schrittfrequenz abspulen.

Mit 140€ UVP hat der Rebel v2 außerdem einen richtig fairen Preispunkt. Gerade mit Blick darauf, dass er derart vielseitig einsetzbar ist - egal ob als Daily Trainer oder schneller Schuh. Mit seinen Eigenschaften kann er fast allen Anforderungen der meisten Läufer gerecht werden. Von erfahrenen und ambitionierten Läufern kann er sein ganzes Tempo ausspielen, Einsteigern bietet er genügend Stabilität und fast unvergleichbaren Komfort.

Genauso werde auch ich den Schuh zukünftig einsetzen. An jedem Tag ist er eine gute Option, egal ob kurz und locker, längere Läufe oder knackige Einheiten. Nur an Wettkampftagen setze ich mittlerweile auf Schuhe mit Carbonplatten.

Für Athlet Alex auf jeden Fall ein empfehlenswerter Schuh: der New Balance FuellCell Rebel Version 2.

5. Juli 2021
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